Sozialtraining

Es gibt, an unserer Schule, zwei Varianten des Sozialtrainings. Auf der einen Seite findet man das Anti-Gewalt-Training. Dieses soll den Kindern, die in den meisten Fällen die Täter Rolle innehaben, helfen Hintergründe zu verstehen, den Täter zu verurteilen und ihn mit seinen Taten zu konfrontieren. Zum Anderen gibt es aber auch ein Verfahren zur „Opfer-Stärkung“ in Form eines Selbstbehauptungstrainings. Bei dieser Form des Sozialtrainings liegt der Schwerpunkt auf Ermutigung und Stärkung, beispielsweise Erkennung der verschiedenen Körperhaltungen.

Diese zwei Säulen des Sozialtrainings werden von professionellen Coachs durchgeführt.

Anti-Gewalt-Training

 

Das Anti-Gewalt-Training (AGT) beinhaltet vielfach erprobte und bereits erfolgreich umgesetzte Konzepte gegen Gewalt und Missbrauch. Es bietet sowohl Facetten des Coolness-Trainings©, als auch Elemente der Theaterpädagogik, dem Psychodrama sowie des Verhaltenstrainings.

Durch die Grundhaltung der Gruppe, soll den Kindern bzw. Jugendlichen ein optimistisches Menschenbild vermittelt werden. Hauptsächlich sollen die sie lernen, den Betroffenen zu akzeptieren, seine Taten jedoch zu verurteilen. Auf dieser Grundlage ist es möglich, dass die Täter sich selbst und ihre Gruppenmitglieder, bei Gewalttaten, ins Kreuzfeuer der Kritik zu nehmen. In diesem Fall heißt es „Nähe suchen, bis es schmerzt!“

In der Zielsetzung ist ganz klar, der Wunsch verankert, dass die Täter sich keine neuen Opfer suchen. Sie sollen lernen Verantwortung für ihre Taten zu übernehmen. Durch gespielte Provokation lernen sie, diese auszuhalten und erreichen eine höhere Frustrationstoleranz. Nach dem bekannten Satz „Gewalt ist keine Lösung“ steht selbstverständlich das Reden an erster Stelle um Gewalt zu umgehen. Die Entwicklung der Opferempathie, gibt den Kindern Verständnis den Menschen gegenüber, was auch wieder dazu beträgt, dass sie sich keine neuen Opfer suchen. Das AGT beginnt damit, dass die Kinder und ihre Trainer sich kennenlernen und gemeinsam die Regeln für den weiteren Gruppenverlauf festsetzen.

Neben Vertrauensübungen, Kooperationstraining und dem Erkennen von Gewaltauslösern, wird auf die Rechtfertigungsstrategie des Einzelnen eingegangen, bis dieser sie erkennt und zugeben kann.

Immer wieder müssen die Gruppenmitglieder Opferrollen einnehmen um die verstehen können zu lernen und die Opferempathie zu steigern. In Form von Rollenspielen werden Provokationstests durchgeführt, mit dem Ziel diese ohne Aggressionen zu meistern.

Zusammenfassend lautet der Leitspruch der Gruppe „Cool bleiben ohne Gewalt!“.

Selbstbehauptungstraining

 

Das Konzept des Selbstbehauptungstrainings legt seinen Schwerpunkt auf die Befähigung von Mädchen und Jungen sich wirksam im Alltag selbst zu behaupten, Konfliktsituationen und gewalttätige Übergriffe rechtzeitig zu erkennen und sich erfolgreich verbal oder praktisch zur Wehr zu setzen.

Zu diesem Programm gehört vor allem die Stärkung der Fähigkeit „MUT“, dem Selbstbewusstsein und dem Selbstwertgefühls. Es ist wichtig, den Kindern Strategien zur Deeskalation und der Abgrenzung an die Hand zu geben. Diese Gruppenform fördert auch die praktische Verteidigung, mit, im Notfall, kräftigen Schlägen, Tritten und schlauen Tricks, um den Jungs und Mädchen Möglichkeiten sich in bestimmten Gegebenheiten aus körperlichen Situationen mit Abwehrtechniken zu befreien. Um in der Gruppe überhaupt arbeiten zu können muss eine ermutigende Arbeitsatmosphäre existieren, da vergangene gewalttätige Erlebnisse durchgesprochen und aufgearbeitet werden. Wie auch beim AGT, wird auch in dieser Gruppe viel mit Hilfe von Rollenspielen aufgezeigt. Die Kinder sollen so lernen, auf Körperhaltung und Mimik zu achten und sie auch deuten zu können, aber auch wie man seinen Standpunkt verteidigen kann, ohne sich einschüchtern zu lassen.

Ein weiterer sehr wichtiger Bestandteil der Gruppe, ist die Abgrenzung und zu lernen klar und deutlich „NEIN“ zu sagen, wenn etwas passiert was man nicht will.

 

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